Pille ab 30 Jahre
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Kann ich die Pille ab 30 noch nehmen?

Pille ab 30 Jahre

Bis wann man die Pille nehmen kann und warum

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Pille und andere hormonelle Verhütungsmittel nicht über mehrere Jahrzehnte angewendet werden sollten. Deshalb legen einige Frauen hin und wieder eine „pillenfreie Phase“ ein. Aber ist das wirklich gut für den Körper? Nicht wirklich, denn den Hormonhaushalt immer wieder zu verändern, verwirrt den Körper mehr, als dass es ihm guttun würde. Was viele Frauen außerdem nicht bedenken:  Es ist unmittelbar nach dem Absetzen der Pille möglich, schwanger zu werden. Falls du dich auch schonmal gefragt hast, ob man irgendwann zu alt ist, um die Pille zu nehmen, findest du hier die Antwort.

Ü-30

Der Grund, warum die Pilleneinnahme ab einem gewissen Alter gemeinsam mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin überdacht werden sollte ist, dass mit zunehmenden Alter auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Deshalb wird vor allem Frauen die älter als 35 Jahre sind und Rauchen bzw. einen hohen Blutdruck oder andere Risikofaktoren haben, von der weiteren Einnahme der Pille abgeraten. Das sind im Durchschnitt aber nur 20 Prozent der Frauen in Deutschland. Die restlichen Frauen können die Pille also auch noch nehmen, wenn sie über 30 Jahre alt sind.

Ü-40

Ab 45 Jahren können bei Frauen die Wechseljahre einsetzen. Das bedeutet, dass sich der Körper auf einen neuen Lebensabschnitt vorbereitet, das sogenannte „Senium“. Im Senium sind Frauen nicht mehr in der Lage schwanger zu werden, weshalb auch ihre Regelblutung dauerhaft ausbleibt. Bis der Körper aber sicher keine Schwangerschaft mehr austragen kann, kommt es zu unregelmäßigen Blutungen und Hormon-Chaos. Dann kann nicht direkt festgestellt werden, wann die letzte Blutung stattgefunden hat. In dieser Übergangsphase können Frauen theoretisch immer noch schwanger werden.

Um eine ungewollte Schwangerschaft also sicher ausschließen zu können, ist die Pille ein zuverlässiges Verhütungsmittel. In den Wechseljahren verändert sich der Hormonspiegel der beiden Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen. Diese Veränderung bringt oft Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen mit sich, die viele Frauen belasten.  Ihnen kann es helfen, weiterhin die Pille zu nehmen, um den Hormonhaushalt im Gleichgewicht zu halten – vorausgesetzt sie sind nicht für bestimmte Krankheiten gefährdet – etwa für eine Thrombose, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.

Ü-50

Eine festgeschriebene Altersgrenze für den dauerhaften Stopp der Pilleneinnahme gibt es nicht. Wann aufgehört wird, sollte aber unbedingt mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin besprochen werden. Grundsätzlich können Frauen die Pille heutzutage – solange gesundheitlich nichts dagegenspricht – ungefähr bis zum 50. Lebensjahr nehmen.

Bildquelle: © Pathdoc/ shutterstock.com

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