erhöhtes Thromboserisiko?
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Pillenmythos #2: Erhöhtes Thromboserisiko

erhöhtes Thromboserisiko?

Was hat die Pille damit zu tun?

„Wenn du die Pille nimmst, dann kannst du schneller eine Thrombose bekommen.“ Diese Aussage hast du mit Sicherheit schon mindestens einmal gehört oder davon gelesen. Doch ist es wirklich wahr, dass man durch die Pille besonders gefährdet ist eine Thrombose, also ein Blutgerinnsel, zu bekommen? Grundsätzlich gilt: Solange du einen ausgewogenen Lebensstil hast, beugst du einer Thrombose am besten vor – ganz egal ob Du die Pille nimmst oder nicht. Das heißt, dass du dich ausreichend bewegen, gesund ernähren und nicht rauchen solltest. Hältst du schädliche Einflüsse, wie Nikotin, Übergewicht und übermäßigen Alkoholkonsum von dir fern, ist eine Thrombose – auch bei Einnahme der Pille – in der Regel unwahrscheinlich. Denn die Pille ist ein deutlich geringerer Thrombose-Risikofaktor, als solche gesundheitsschädigenden Angewohnheiten.

Thrombose-Risikofaktoren sind vielzählig – die Pille ist nur ein sehr geringer

Nicht nur ungesunde Lebensweisen oder die Pille, können zur Entstehung einer Thrombose beitragen. Manchmal sind es auch ganz natürliche Lebensumstände, die unseren Körper belasten und ihn anfälliger für Blutgerinnsel machen können. Wusstest du z.B., dass auch eine Schwangerschaft ein erhöhtes Thrombose-Risiko mit sich bringt? Von 10.000 Schwangeren erleiden ca. 10 Frauen pro Jahr eine Thrombose.[1] Von den Frauen, die die Pille einnehmen, bildet sich jährlich bei ca. 5 bis 12 Frauen eine Thrombose. Eine wesentliche Rolle für die Höhe des Thrombose-Risikos spielen die Inhaltsstoffe, aus denen sich die Antibabypille zusammensetzt. Laut BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte), lässt sich die Häufigkeit einer Erkrankung an Thrombose im Zusammenhang mit der Pille folgendermaßen einschätzen[2]:

  • Frauen, die ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum verwenden, das Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat enthält: etwa 5-7 von 10.000 Frauen
  • Frauen, die ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum verwenden, das Etonogestrel oder Norelgestromin enthält: etwa 6-12 von 10.000 Frauen
  • Frauen, die ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum verwenden, das Drospirenon, Gestoden oder Desogestrel enthält: etwa 9-12 von 10.000 Frauen

Im ersten Jahr, in dem man die Pille nimmt, ist das Risiko einer Thrombose am höchsten. Diese Werte sind aber kein Grund zur Panik oder gar dafür die Pille abzusetzen. Denn eine Thrombose ist – wenn sie früh genug erkannt wird – nicht lebensbedrohlich. Wenn du die Pille nimmst und erste Anzeichen einer Thrombose verspürst, solltest du deshalb so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um ein Blutgerinnsel ausschließen zu können.

Es gibt einige wenige Menschen, die aus anderen Gründen ein erhöhtes Thrombose-Risiko haben. Wann man als Thrombose-gefährdet gilt und wie du die ersten Anzeichen einer Thrombose bemerkst, erklären wir dir hier.

 

Bildquelle: ©Syda Productions/Fotolia

[1] http://www.gefaesszentrum-nuernberg.de/praxiszeitung/praxisz-archiv-02.php
[2] http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/KOK/_node.html

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