Sex Mythen
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Die 5 größten Sex-Mythen

Sex Mythen

Was ist dran an den Erzählungen?  

L’amour toujours: Sex ist bekanntlich die schönste Nebensache der Welt – Doch leider wird viel zu selten darüber gesprochen. Die Folge der Verschwiegenheit sind viel Unwissen und Halbwahrheiten, die sich schnell verbreiten und hartnäckig halten. Wir stellen dir fünf der größten Sex-Mythen vor und verraten, wie viel Wahrheit in ihnen steckt.

Alles fake? Frauen täuschen oft einen Orgasmus vor

Wahr. Aktuellen Umfragen zufolge, geben nur 33 Prozent der Frauen an, beim Sex fast immer oder immer ihren sexuellen Höhepunkt zu erreichen[1]. Und was ist mit den restlichen 67 Prozent? Um den Partner oder die Partnerin nicht zu enttäuschen, spielen viele Frauen ihren Orgasmus vor. Wir finden: Sex soll beiden Beteiligten gleichermaßen Spaß machen und beide Partner zufrieden stellen. Damit das gelingt, hilft es, einfach ganz offen miteinander zu sprechen und sich darüber auszutauschen, was man mag und was nicht. Auch wenn so ein Gespräch im ersten Moment vielleicht etwas Überwindung kostet – am Ende werdet ihr beide davon profitieren!

Männer haben nur „das Eine“ im Kopf

Das kommt ganz darauf an. Männern wird nachgesagt, dass sie alle sieben (!) Sekunden an Sex denken würden. Kann das wirklich sein? Eine Studie der Ohio State University relativiert die angebliche „Sex-Besessenheit“ von Männern. Sie zeigt, dass Männer im Schnitt 34 und Frauen 19 Mal am Tag an Sex denken[2]. Demnach driften Männer zwar öfter als Frauen in wilde Tagträume ab, bei Weitem aber nicht alle paar Minuten – auch wenn es da sicherlich individuelle Unterschiede gibt.

Auf das richtige Timing kommt es an – Coitus Interruptus als sichere Verhütungsalternative

Ganz falsch. Die weit verbreitete Vorstellung, dass das rechtzeitige „Rausziehen“ des Penis vor einer ungewollten Schwangerschaft schützt, ist Quatsch. Der sogenannte „Koitus Interruptus“ sollte auf keinen Fall praktiziert werden, wenn man sich sicher vor einer Schwangerschaft schützen möchte, denn einige Spermien können bereits vor dem eigentlichen Samenerguss in die Scheide gelangen – das lässt sich nicht kontrollieren. Außerdem kann es sein, dass „Mann“ es im Eifer des Gefechts nicht schafft, seinen Penis vor dem Samenerguss herauszuziehen. Der Coitus Interruptus zählt mit einem Pearl-Index zwischen 8 und 38[3] zu den unsichersten Verhütungsmethoden.

Alles hat ein Ende: Irgendwann ist der Samenvorrat aufgebraucht

Nicht wahr. Viele denken, dass Männer eine Art „Samenspeicher“ haben, der nach und nach aufgebraucht wird – und irgendwann ist Schluss. Das ist so nicht ganz richtig, denn Spermien werden von der Pubertät an im Hoden gebildet – und zwar regelmäßig aufs Neue. Bei jungen und gesunden Männern werden Millionen Spermien täglich produziert, bis ein Spermium ausgewachsen und „einsatzfähig“ ist, dauert es rund drei Monate. Und Schluss ist mit der Spermien-Produktion lange nicht: Auch nach dem 80sten Geburtstag können im männlichen Körper noch Spermien gebildet werden. Allerdings nehmen die produzierte Menge sowie die Libido ab dem 50. Lebensjahr sukzessiv ab.[4]

Je größer desto besser!

Das ist Quatsch. Dass der Sex am meisten Spaß bringt, wenn Mann „gut ausgestattet“ ist, ist ein Gerücht. Deshalb schummeln viele Männer gerne den einen oder anderen Zentimeter hinzu, wenn es um die Größe seines besten Stücks geht. Dabei ist das gar nicht nötig! Denn Frauen werden hauptsächlich über die Klitoris, umgangssprachlich meistens „Kitzler“ genannt, stimuliert. Und dafür ist kein großer Penis, sondern vielmehr gutes Fingerspitzengefühl notwendig. Generell gilt: Nicht auf die Größe, sondern auf die Technik kommt es an. Probiere mit deinem Partner aus, was gut funktioniert und was nicht – gemeinsam werdet ihr euer Liebesleben für beide Seiten befriedigend gestalten, ganz egal wie es untenherum aussieht.

 

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/624/umfrage/vergleich-der-orgasmushaeufigkeit-beim-sex-nach-geschlechtern

[2] https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article120625202/Mann-koennte-noch-oefter-an-Sex-denken.html

[3] Comberg, Hans-Ulrich: Allgemeinmedizin (2004), S. 102. Leipzig: Georg Thieme Verlag

[4] Moll, K., Moll, M.: Anatomie: Kurzlehrbuch zum Gegenstandskatalog (2006), S.10. München: Elsevier, Urban & Fischer Verlag 

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