Endometriose-Operation
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Endometriose-Operation

Endometriose-Operation

Wenn Hormone und Schmerzmittel nicht wirken

In den letzten zwei Beiträgen haben wir bereits über das Thema Endometriose gesprochen. Was Endometriose ist (Link), welche Symptome es gibt und wie du die Frauenkrankheit behandeln (Link) kannst. In vielen Fällen schlägt eine medikamentöse Behandlung gut an und die Schmerzen können gelindert werden. Leider gibt es Frauen, bei denen diese Art der Therapie erfolglos bleibt. In diesen Fällen ist die nächste therapeutische Maßnahme ein operativer Eingriff.

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) ist die Standardoperation zur Diagnose und Therapie der Endometriose. Wird während der Untersuchung Endometriose festgestellt, kann das betroffene Gewebe direkt mithilfe von Hochfrequenzstrom, Hitze oder Laser zerstört oder durch einen kleinen Schnitt entfernt werden.

 

 

 

 

 

Laparoskopie
Die Bauchspiegelung (Laparoskopie)

 

 

 

Bauchspiegelung auf einen Blick

Wann und wozu? Zur Diagnose bei einem Verdacht auf Endometriose und zur Entfernung von Endometriose-Herden im Unterbauch.

Wo? Die Spiegelung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Ob du anschließend zur Beobachtung im Krankenhaus bleibst, ist eine individuelle Entscheidung, die du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen solltest.

Wie verläuft die OP? Bei der sogenannten Laparoskopie wird der Bauchraum unter Vollnarkose durch zwei bis drei kleine Schnitte geöffnet. Das ermöglicht dem Arzt oder der Ärztin einen guten Blick ins Innere, sodass er mithilfe einer kleinen beleuchteten Videokamera freie Sicht in den Bauch hat. Auf diese Weise können die Organe im Bauchraum genau untersucht und auch kleine Endometriose-Herde ausfindig gemacht werden. Zusätzlich wird eine Gewebeprobe entnommen, die anschließend im Labor untersucht wird. Mithilfe der Bauchspiegelung kann der Arzt oder die Ärztin besser einschätzen, ob ein Bauchschnitt notwendig ist oder nicht. Tipp: Denk an bequeme Sachen wie Hosen mit weitem Gummizug, ein lockeres Schlafshirt und Schuhe zum Reinschlüpfen.

Wie lange? Eine Bauchspiegelung dauert zwischen dreißig Minuten und zwei Stunden an. Bei kleineren Eingriffen kannst du das Krankenhaus bereits nach einem Tag wieder verlassen. Wie du dich nach einer OP fühlst, ist von Person zu Person unterschiedlich.

Keine Panik: Bauchspiegelungen sind bei der heutigen Technik ein sehr sicherer Eingriff und Standardoperation zur Diagnose und Therapie der Endometriose. Nur in seltenen Fällen ist ein Bauchschnitt erforderlich. Die OP wird in der Regel in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Für dich bedeutet das: Bis auf die Narkoseeinleitung bekommst du nichts mit. Du wachst erst wieder auf, wenn der Eingriff vorüber ist.

Wird während der Bauchspiegelung eine schwere, großflächige Endometriose diagnostiziert, ist ein operativer Bauchschnitt, die sogenannte Laparotomie, erforderlich. Der Bauch wird mit einem größeren Schnitt geöffnet, Verwachsungen werden gelöst und Endometriose-Herde entfernt. Allerdings ist auch die OP keine Garantie dafür, dass die Beschwerden verschwinden und nicht wieder auftreten. 20-40% der Betroffenen, haben selbst nach einem Eingriff, auch weiterhin mit den Beschwerden zu kämpfen. 1

Was kommt nach der Behandlung?

Endometriose ist leider eine Erkrankung, für deren Behandlung es kein garantiertes Rezept gibt. Zwar sind die Erfolgsaussichten bei operativen Maßnahmen am besten, dennoch kann sie auch nach dieser Behandlung langfristig wieder auftreten. Daher lohnt es sich, auch über den medikamentösen und operativen Tellerrand zu schauen und ergänzende Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, z.B. eine Kombinationstherapie wie Entspannungstechniken oder Akupunktur.

Nach einer Operation oder, wenn die Beschwerden trotz umfangreicher Therapie anhalten, besteht die Möglichkeit, eine Rehabilitation oder „Anschlussheilbehandlung“ in Anspruch zu nehmen.

[1] Prof. Dr. Thomas Römer: Update – Endometriose, Langfristig weniger Schmerzen und mehr Lebensqualität. Webinar, 18.04.2018

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