Endometriose
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Endometriose

Endometriose

Die Frauenkrankheit auf einen Blick

Vielleicht hörst du den Begriff zum ersten Mal und fragst dich: „Endo-was?“. Dann bist du nicht alleine, denn genau diese Frage stellen sich viele Frauen. Dabei ist Endometriose eine der häufigsten Unterleibs-Erkrankungen. Es wird geschätzt, dass allein in Deutschland jedes Jahr rund 40.000[1] Frauen daran neu erkranken – oft ohne es zu wissen. Doch wie kann das sein? Und wie erkennt man, ob jemand betroffen ist? Wir klären auf.

Wen betrifft Endometriose?

Endometriose ist eine weit verbreitete, schmerzhafte Frauenkrankheit, die oft erst nach vielen Jahren erkannt wird. Im Durchschnitt bis zu 10,4 Jahre[1], bis die richtige Diagnose gestellt wird. Betroffen sind vor allem Frauen in der „fruchtbaren Lebensphase“. Es wird geschätzt, dass etwa jede zehnte Frau im Alter zwischen 15 und 50 Jahren erkrankt. Endometriose gilt als eine der wichtigsten Ursachen für die weibliche Unfruchtbarkeit. Bei etwa 40 bis 60% der Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben, steckt eine Endometriose dahinter. Bleibt die Erkrankung unerkannt und entsprechend unbehandelt, kann sie bis zum Beginn der Wechseljahre fortschreiten.2

 

 

 

 

Endometriose Schweregrad
Schweregrad der Endometriose

 

 

Was macht Endometriose mit deinem Körper?

Bei den meisten Frauen setzt alle vier Wochen eine Blutung ein. Einige haben während dieser Regelblutung leichte Beschwerden wie Unterleibziehen oder Rückenschmerzen und fühlen sich in der Zeit einfach nicht wohl. Bei Frauen mit Endometriose sieht das ganz anders aus. Für sie bedeuten die Tage vor und während der Menstruation: unerträgliche Schmerzen im Unterleib oder Rücken, emotionaler Stress und Verzicht auf alltägliche Aktivitäten. In manchen Fällen müssen sich Betroffene auf einen langen Leidensweg einstellen, bei dem starke Schmerzen ein ständiger Begleiter sind. Doch woran liegt es, dass man eine Endometriose während der Regeblutung besonders stark spürt?

In der Regel befindet sich Gebärmutterschleimhaut nur im Inneren der Gebärmutterhöhle. Bei der Endometriose bildet sich allerdings ein gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe nicht im Inneren, sondern im Unterleib außerhalb der Gebärmutterhöhle und wächst dort zu Herden (Endometriose-Herde) zusammen. Ähnlich wie die Schleimhaut in der Gebärmutter, verändern sich auch die Endometriose-Herde mit dem monatlichen Menstruationszyklus und bauen die Schleimhaut innerhalb des Zyklus auf und wieder ab.

Das Problem: da sich diese Gewebereste, außerhalb der Gebärmutter befinden, können sie nicht während der Periode durch das Blut aus dem Körper abfließen und verbleiben in der Nähe der Herde. Dies hat zur Folge, dass sie zu Entzündungen, Zysten, Narben oder auch Verwachsungen führen können. Was wiederrum der Grund für die Schmerzen ist.

 

 

 

 

Endometrioseherde
Endometrioseherde

 

 

Deine Checkliste für den Arztbesuch

Wenn du den Verdacht haben solltest, von Endometriose betroffen zu sein, ist die Frauenärztin oder der Frauenarzt dein Ansprechpartner. Dieser kann in einem Gespräch mit anschließender Ultraschalluntersuchung gezielter prüfen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist.

Für eine reibungslose Untersuchung ist es am besten, wenn du dich kurz vorbereitest. Unsere Checkliste gibt dir eine Idee davon, welche Fragen dein Arzt haben könnte und was für deine weitere Behandlung wichtig ist.

Wichtige Informationen für den Arzt:

  1. Hast du schmerzhafte Regelblutungen?
  2. Wann setzen diese ein und wie schmerzhaft sind sie?
  3. Hast du Schmerzen beim Geschlechtsverkehr?
  4. Hast du Probleme (Schmerzen/Blutungen) beim Wasserlassen oder Stuhlgang?
  5. Nimmst du zurzeit die Pille?
  6. Sind bei dir andere Erkrankungen bekannt?
  7. Fühlst du dich durch die Schmerzen in deiner Lebensqualität beeinträchtigt?
  8. Beeinflussen die Schmerzen deine Leistungsfähigkeit im Alltag?

Fragen, die du deinem Frauenarzt stellen solltest:

  1. Wie lässt sich Endometriose behandeln?
  2. In welcher Form und in welchem Stadium befindet sich die Endometriose?
  3. Was kann ich selber tun?
  4. Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es?
  5. Gibt es regionale Endometriose-Selbsthilfegruppe?
  6. Wie sieht der weitere Ablauf aus?
  7. Welchen Einfluss hat die Erkrankung auf die Kinderplanung?

Bitte denke nicht, dass du die Beschwerden aushalten musst, sondern suche deinen Frauenarzt oder deine Frauenärztin auf und sprich offen und ehrlich über deine Probleme.

1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22990516

2 https://www.endometriose-vereinigung.de/was-ist-endometriose.html

 

Aristo

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